Partizipatives Produktivitätsmanagement (ProMES)

Partizipatives Produktivitätsmanagement (ProMES) 2018-01-15T15:32:48+00:00

Motivation und Produktivität steigern

Mitarbeiter sind motiviert, wenn sie Sinn und Zweck ihrer Arbeit kennen und wissen, wie die Ergebnisse ihres Handelns sind. Bei ProMES, dem Partizipativen Produktivitätsmanagement kommt als weiterer motivierender Faktor die Einflussmöglichkeit des Einzelnen hinzu. Das Verfahren kann sowohl zur Entwicklung einzelner Arbeitsgruppen als auch zur Veränderung des ganzen Unternehmens genutzt werden.

ProMES – Wissenschaftlich abgesichert

Entwickelt von dem Motivationspsychologen Robert D. Pritchard wird PPM in den USA und seit Mitte der 90er Jahre auch in Europa als Instrument zur Produktivitätssteigerung eingesetzt. Über die Rückmeldung von verhaltensnahen Produktivitätsdaten an das Team erfährt dieses, wo es steht, und kann Missstände sowie schlecht laufende Prozesse eigenverantwortlich verbessern. Wir verwenden die Methode ProMES, die von einer internationalen Forschungsgruppe (ProMES ECC) seit Jahren in die Praxis getragen wird und zahlreiche Beispiele in Organisationen die Wirksamkeit bestätigen können.

Der große Vorteil an diesem Verfahren ist, dass es wissenschaftlich abgesichert und der Erfolg in mehreren Detail- und Metastudien nachweisbar ist. Zu Unrecht ist dieses Verfahren in Deutschland wenig bekannt und wir stellen diese Methode gerne in den Dienst unserer Kunden und haben in unserern Reihen ausgebildete ProMES Facilitatoren.

Die 6 Phasen des PPM

Gemäß der Motivationstheorie von Pritchard ist die Motivation dann am höchsten, wenn für Mitarbeiter eine klare Verbindung zwischen ihren Anstrengungen und den Ergebnissen (action to results ) erkennbar ist. im Gegensatz zu klassischen Topdown-Verfahren wie der Balanced Scorecard wird PPM partizipativ entwickelt. Die Entwicklung einer solchen Verbindung und damit eines PPM-Systems baut auf sechs spezifischen und wissenschaftlich abgesicherten Phasen auf:

In der ersten Phase wird ein Entwicklungsteam gebildet. Bei der Zusammensetzung solcher Gruppen ist darauf zu achten, dass eine gemeinsame Aufgabe besteht, an der alle Gruppenmitglieder mitarbeiten. In der Regel wird ein Team aus Mitarbeitern der jeweiligen Organisationseinheit (z. B. Mitarbeiter aus der Fertigung), Vertretern aus übergeordneten Führungsebenen (z. B. Meister, Abteilungsleiter) und zusätzlich ein bis zwei mit der PPM-Methodik vertrauten Moderatoren zusammengesetzt.
Die Arbeitsaufnahme in dieser zweiten Phase des PPM-Systems beginnt damit, dass die Gruppe eine vollständige Liste mit den konkreten Aufgaben und Aufgabenbereichen der Mitarbeiter erstellt. Diese werden gesammelt und detailliert beschrieben. Besonders elementar ist die Vollständigkeit der Aufgaben. Ebenso, dass nur Aufgaben aufgenommen werden, die von den Mitarbeitern unmittelbar beeinflusst werden können, und dass die Konsistenz mit organisationalen Zielen Beachtung findet.
Die Indikatoren mit den zugehörigen Spannweiten und Produktivitätswerten dienen als Basis für die Erstellung der Bewertungsfunktion. Für alle Indikatoren gibt es eine Funktion. Durch die visuelle Darstellung wird ein besseres Verständnis der existierenden Zusammenhänge zwischen der Gruppenleistung und Produktivität erreicht. Die Steigung der Funktion gibt die Bedeutsamkeit des Indikators wieder. Eine starke Steigung weist auf eine große Auswirkung von Leistungsveränderung auf diesen Indikator für die Produktivität hin – eine schwache Steigung analog auf eine kleine Auswirkung.
In den letzten beiden Phasen soll das konzipierte System implementiert und auf die Funktionalität geprüft werden. In der Baseline bzw. Probephase wird das Konzept dem Management zur Überprüfung und Zustimmung vorgelegt. Wenn ein Konsens gefunden wurde und alle Meinungsverschiedenheiten ausgeräumt sind, kann das Messsystem als vollständig betrachtet werden und in den tatsächlichen „Praxistest“ gehen. In dieser 5. Phase werden mit Hilfe des entwickelten Systems Daten zur Produktivität gesammelt. Primäres Ziel ist es zu testen, ob die Indikatoren realistisch bewertet wurden und das System tatsächlich in der Praxis umsetzbar ist. Alle Daten werden über mehrere Wochen gesammelt, um dann zur möglichen Modifikation der Indikatorspannweiten genutzt werden zu können.
Am Ende der Probephase wird zeitnah ein Teammeeting durchgeführt, welches die Feedback-Periode einleitet und die erste tatsächliche Rückmeldung der gesammelten Daten beinhaltet. Hier bekommt auch jedes Teammitglied einen Rückmeldebericht für die gemeinsame Auswertung. Für die Erstellung der Feedback-Berichte werden ein oder zwei Mitglieder bestimmt, die dann gemeinsam mit dem Moderator die Daten in schriftlicher Form verfassen. Gemeinsam werden zu diesem Zeitpunkt Rohwerte ausgezählt und umgerechnet, Produktivitätspunkte und Grafiken für die einfachere Analyse erstellt. Der Bericht enthält die Veränderungen zur vorherigen Periode und die Erwartungswerte, die nach der Baseline festgelegt wurden. Damit werden die Verbesserungen, Verschlechterungen und die Ursachen analysiert. Denn diese beinhalten letztendlich die Ziele und den Zweck der Implementierung eines solchen Management-Systems. Durch die regelmäßigen Feedbacks werden die Arbeitsabläufe und Produktivitätsdaten ständig evaluiert. Auf diese Weise kann durch das PPM schnell auf Veränderungen reagiert und die Produktivität angepasst und verbessert werden.

Unsere Leistungen

  • ƒƒKonzeption, Moderation und Begleitung von PPM-Prozessen mit ProMES
  • Kommunikation und Gesprächsführung für Führungskräfte
  • Transformation eines Unternehmens in Richtung PPM
  • Unterstützung bei der Prozesskommunikation in Ihrem Unternehmen
  • Begleitung bei der dauerhaften Implementierung
  • Integration der Vorgesetzten während der Maßnahme

Kontakt zu SPRACHKULTUR:

SPRACHKULTUR GmbH
Privates Institut für Organisations- und Personalentwicklung
Zollstockgürtel 59
50969 Köln

Fon 0221.7886864
Fax 0221.7886894

kontakt@sprachkultur.eu
www.sprachkultur.eu